(K)eine Gemeinde gründen
Irgendwie sind wir in den Focus der örtlichen Freikirchen gekommen. Es kommen Fragen und Anrufe Ihr wollt eine Gemeinde gründen ? Die Reaktionen dabei belaufen sich zwischen das ist aber toll und muss das denn sein ? Wir erinnerten uns daran, dass wir vor geringer oder auch geraumer Zeit noch komplett asimiliert werden sollten. Und wir haben damit nie hinterm Berg (die es hier ja auch gar nicht gibt
) gehalten, wie unser Traum von Gemeinschaft ist. Vieles davon leben wir auch und wir sind die ökomönistischten Menschen Cuxhavens. Es wäre mehr als traurig, wenn aus Freundschaft auf einmal Konkurrenz würde. Wobei ich da sehr viel Glauben habe, dass das nicht passiert, wenn die Kommunikation gesund und aufrechterhalten wird. Fakt allerdings ist, dass der Satz eines befreundeten Pfingstlers Ihr fehlt in dieser Stadt für uns prophetisch, aber keine Aufforderung uns in eine bestehende Gemeinde aktiv einzubinden war.
Wir wollen keine Gemeinde gründen. Vineyardprojektcuxland ist aus der Vision entstanden, dass das Reich Gottes sich mit all seinen Facetten in dieser Stadt (weiter) ausbreitet und wir dabei dienen wollen. Und das, lange bevor Vineyard bei uns ein Thema war. Und jetzt, wo wir eingebunden sind in die Vineyardbewegung, steht es immer noch nicht auf der Agenda eine Freikirche im weitesten Sinn zu gründen.
Beim Frühstück heute morgen unterhielten wir uns darüber. Unsere Gaben waren es immer, Menschen zu lieben, lecker Essen zu kochen und auf einer Eckbank über Gott zu reden. Es war immer sehr einfach für uns, einen Hund zu hüten, ein Kind zu sitten, ein Meerschweinchen aufzunehmen und Menschen im Scrabble zu vernichten. Und dabei ist immer Veränderung geschehen und hat sich Gottes Reich ausgebreitet. Bei uns und anderen. Und da uns Gott mit diesen Talenten gesegnet hat, werden wir sie gebrauchen und es ist für uns eine totale Erleichterung, Leute in unser Wohnzimmer statt in einen Gottesdienst einzuladen. Und wenn so, eine Gemeinde entsteht ist das Gottes Weg, aber es (momentan) nicht unsere primäre Intention.
Wir gehen nicht aus den Gemeinden raus, sondern wir gehen in die Welt hinein, leider weiss ich nicht mehr, wer diesen Satz gesagt hat. Er passt super in unsere Situation. Und ich möchte ergänzen es sollten auch Leute in den Gemeinden bleiben. Sonst ist da keiner mehr für die, die kommen. Beides hat seine Berechtigung. Es gibt Kinder, die spielen gerne drinnen und welche, die spielen gerne draussen. - Wir sind im moment ganz gerne draussen :-).